Die homöopathische Behandlung ersetzt natürlich in keinem Fall den Gang zum Tierarzt, oder Tierheilpraktiker. Bei schweren Verletzungen, hohem Fieber, oder ungewöhnlich starken Symptomen sollte in jedem Fall ein Tierarzt aufgesucht werden. Akute Krankheiten, die sich nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Gabe einer homöopathischen Arznei deutlich gebessert haben, sollten auch von einem Tierarzt abgeklärt werden.

Chronische Erkrankungen gehören in jedem Fall in die Hände eines Fachmannes. Eine homöopathische Behandlung kann hier häufig die schulmedizinische zusätzlich unterstützen.

 

Die „kleine Hausapotheke“

Homöopathische Mittel gibt es in verschiedenen Potenzen. D,C und LM Potenzen. Für den Hausgebrauch eignen sich D und C Potenzen am besten.

(D6, D12 oder C30)

 

C200, und LM Potenzen gehören in die Hände eines Fachmannes und sind in der Regel auch nur bei langwierigen, chronischen Erkrankungen erforderlich.

 

Dosierung

Die Dosierung ist für Welpen, Zwergrassen, mittelgroße und große Hunderassen gleich.

Dosierung für D6, D12: bei diesen Potenzen sollte man 2-3 mal täglich 5 Globuli geben.

Dosierung für C30: bei dieser Potenz sollte man nur einmalig 2 Globuli geben.

Dosierung im akuten Fall (z. B. hohes Fieber, Durchfall): D6, D12: alle 30 Minuten 5 Globuli, bis zu 10 mal wiederholen, dann sollte eine Besserung der Symptome eingetreten sein. Dann langsam runterdosieren, d.h. am nächsten Tag noch 3 mal, am übernächsten noch 2 mal usw.

 

Tipps zur Anwendung homöopathischer Arzneien

Die Aufnahme homöopathischer Arzneien erfolgt schnell und gut durch die Mundschleimhaut. Globuli kann direkt ins Maul gegeben werden, oder sie vorher mit einem Plastiklöffel, oder Mörser zerdrücken. Es ist auch möglich die Globuli in 1 Esslöffel Wasser aufzulösen, und mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) direkt ins Maul zu spritzen.

 

Bei der Verabreichung ist zu beachten:

Homöopathische Mittel sollten generell nicht mit Metall in Berührung kommen, deshalb empfiehlt es sich einen Plastiklöffel und Kunststoffspritzen zu verwenden. 

Bei der Gabe von Homöopathika sollte nicht gleichzeitig Minze und ätherische Öle wie Kampfer oder Pfefferminz verabreicht werden, da diese die Wirkung beeinträchtigen oder verhindern können.

Wenn möglich die Globuli nicht direkt vor oder nach dem Füttern verabreichen, sondern mindestens 30 Minuten Abstand zu den Mahlzeiten einhalten.

Die Globuli sollten an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden. Bitte keine ätherischen Öle (z. B. Teebaumöl o. ä.) in unmittelbarere Nähe aufbewahren.

 

 

HAUT UND INSEKTENSTICHE

 

Apis nach einem Wespenstich (auch bei sonstigen Insekten) nur 1 Gabe D30; Sie können auch mit Saisonbeginn vorbeugend 1 x wöchentlich eine Gabe verabreichen.

 

Silicea als Hautmittel, wenn alles trocken, schuppig ist; bei Haarbruch. Gut einzusetzen, wenn die Hündin nach einem Wurf ein schlechtes Haarkleid hat.

 

Sulfur bei Hauterkrankungen einen Versuch wert

 

Belladonna immer bei Entzündungen mit den klassischen Entzündungszeichen: (alles ist feuerrot, heiß, geschwollen und schmerzempfindlich)

 

Ledum bei Zecken und Insektenstichen

 

VERLETZUNGEN

 

Arnika bei allen Verletzungen anfangs alle 1-5 Min. dann 3 mal tägl. D6

Rhus toxicodendron Verstauchung, Zerrung  

Staphisagria das Mittel bei Schnittverletzungen  

 

MAGEN – DARM

Nux vomica Bei allen Magen- Darmproblemen einen Versuch wert (Erbrechen, Durchfall, Verstopfung etc.)


Arsenicum album bei Erbrechen, vor allem wenn Getrunkenes sofort wieder hoch kommt; der Hund ist schwach und ängstlich; auch gut geeignet für alte Hunde die sehr abgemagert und schwach sind als Geriatrikum, hier aber die D 12, 2 x täglich  


Phosphor auch bei Erbrechen; hier wird aber das Getrunkene erst wieder erbrochen, wenn es im Magen warm geworden ist.  


Pulsatilla bei schleimigem Durchfall  


Podophyllum bei Durchfall der wegspritzt wie Wasser "Hydrantenstühle"  


HUSTEN – ERKÄLTUNG  


Ferrum phosphoricum in der Anfangsphase eines Infekts, d.h. Sie wissen vielleicht noch nicht was dem Hund fehlt, aber er hat Fieber und ist nicht fit, frisst nicht.

 

Dulcamara wenn die Erkrankung auf Durchnässung zurückzuführen ist (z.B. Schwimmen oder langer Regenspaziergang). Es kann sich um Husten, Schnupfen, Durchfall, Blasenentzündung usw. handeln.

 

Drosera bei trockenem Husten

 

Echinacea stärkt das Immunsystem (im Frühjahr und im Winter und für Welpen und alte Hunde)

Ipecacuanha bei schleimigem Husten, der Hund versucht etwas hochzuwürgen, auch bei Erbrechen mit viel Würgen.

 

 

NIEREN - BLASEN

Cantharis bei Blasenentzündungen


Solidago bei Nierenproblemen und zur Entgiftung (z.B. nach Gabe von

Schmerzmitteln, Antibiotika oder Cortison)


Pulsatilla bei Scheinträchtigkeit, eine Woche lang täglich eine Gabe


Cocculus Reisekrankheit, Auto, Bahn, Schiff, Flugzeug